Zecken-Alarm

Bis Oktober lauern Zecken im Gebüsch, hohen Gras und losen Laub und an Bächen. Ihr Stich ist zwar meist harmlos, kann aber auch gefährliche Krankheiten übertragen. Wir sagen Ihnen, wie Sie sich die Blutsauger vom Leibe halten können.

Der Stich des gemeinen Holzbocks, wie die Zecke auch genannt wird, ist zwar unangenehm, aber meist harmlos und kein Grund zur Panik. Häufig rötet sich dann die Stelle und beginnt zu jucken. Allerdings besteht durchaus auch das Risiko, dass man dabei mit Lyme-Borreliose und Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) infiziert werden kann.

 

Deshalb ist es am besten, sich die kleinen Biester möglichst vom Leibe zu halten. Dazu ein paar Tipps:

 

  • Bleiben Sie bei Spaziergängen im Wald möglichst auf festen Wegen und halten Sie sich nicht im hohen Gras oder Unterholz auf
  • Tragen Sie geschlossene Kleidung mit langen Ärmeln, lange Hosen und feste Schuhe. Auf heller Kleidung lassen sich die lästigen Geister leichter entdecken und entfernen, bevor sie stechen.
  • Reiben Sie die Haut vor einem Spaziergang in der Natur mit einem Mittel ein, das Insekten abwehrt. Diese helfen zumindest eine Weile, sind jedoch nicht immer ein sicherer Schutz vor Zecken.
  • Suchen Sie nach einem Aufenthalt in der Natur den Körper sorgfältig nach Zecken ab: Bevorzugte Saugstellen sind der Kopf und Hals sowie unter den Armen, zwischen den Beinen und in den Kniekehlen.

Wenn Sie trotz aller Vorsichtsmaßnahmen einen der Blutsauger auf ihrer Haut entdecken, sollten sie ihn möglichst schnell entfernen.  Denn die FSME-Viren befinden sich in den Speicheldrüsen der Zecken. Durch den Stich können sie rasch in die Blutbahn gelangen. Anders die Borrelien: Sie befinden sich im Darm der Zecke, sodass die Erreger erst bei längerem Saugen – in der Regel erst nach  24 Stunden – übertragen werden. Wird die Zecke rasch entfernt, ist das Übertragungsrisiko der Borreliose-Erreger sehr gering.

Die Zecke entfernen Sie am besten mit einer speziellen Zeckenpinzette. Dabei fassen sie das Tierchen im Kopfbereich so nah wie möglich an der Haut und ziehen es vorsichtig und mit einem gleichmäßigen Zug gerade heraus. Achten Sie darauf, dass die Zecke nicht gequetscht wird, da sonst der mit Krankheitserregern infizierte Speichel oder Darminhalt vermehrt oder schneller übertragen werden.

Auf keinen Fall sollten Sie die Zecke mit Öl, Klebstoff oder Nagellack bedecken. Denn auch das erhöht das Risiko einer vermehrten oder beschleunigten Übertragung von Krankheitserregern. Nachdem Sie die Zecke entfernt haben, sollten die Einstichstelle gründlich desinfiziert werden.