Mitmachkampagne für die Homöopathie

Mitmachkampagne für die Homöopathie: Zwei konkrete Aktionen für Heilpraktikerverbände und ihre Mitglieder
Seit dem 16. April liegt erstmals ein konkreter Gesetzesentwurf vor, der das GKV-Aus der Homöopathie und Anthroposophischen Medizin festschreibt. Für Heilpraktiker ist diese Entwicklung von Bedeutung: Mit der politischen Begründung („keine hinreichende Evidenz“) wird die Homöopathie und Komplementärmedizin grundlegend delegitimiert – und damit ein zentraler Teil der täglichen Praxis vieler Heilpraktiker. Das kann sich unmittelbar auf Vertrauen, Nachfrage und die gesellschaftliche Akzeptanz auswirken.

Die politische Entscheidung liegt in dieser Phase bei drei zentralen politischen Entscheidern (bevor das Kabinett am 29. April bestätigt – und dann der Bundestag im Mai übernimmt und am 10. Juli entscheidet): der Gesundheitsministerin sowie den beiden gesundheitspolitischen Sprechern der Regierungsfraktionen.

Vor diesem Hintergrund hat der Heilpraktiker-Newsblog im Rahmen der Mitmachkampagne #rettedeinehomöopathie zwei gezielte – für jeden einfach durchführbare – Mitmachaktionen gestartet, die sich direkt an diese drei Entscheider richten und unterschiedliche Wirkmechanismen nutzen:

1. Offener Brief an die Gesundheitsministerin Nina Warken – Sichtbarkeit und Öffentlichkeit herstellen
Der offene Brief bündelt Stimmen aus der Praxis und macht sichtbar, wie viele Heilpraktiker, Ärzte und Patienten die geplante Streichung ablehnen. Ziel ist es, öffentlichen Druck aufzubauen und die Entscheidung politisch sichtbar zu machen.
Ablauf:
Der Brief ist online einsehbar und kann direkt unterzeichnet werden. Jede Unterschrift zeigt der Ministerin, dass die Entscheidung konkrete Auswirkungen auf Patienten und Behandler hat. Zeitaufwand: Dreißig Sekunden.
Wichtig:
Die Unterzeichnung erfolgt bewusst im Homoeopathiewatchblog, da dort an einem zentralen Ort die öffentliche Dokumentation und Sichtbarkeit der Unterstützer im Mittelpunkt steht.
Link zur Aktion:
https://homoeopathiewatchblog.de/2026/03/30/regierungskommission-will-homoeopathie-streichen-unterzeichnen-sie-jetzt-den-offenen-brief-an-gesundheitsministerin-warken-um-das-zu-verhindern/

2. Briefaktion an gesundheitspolitische Sprecher – direkter politischer Druck
Parallel dazu läuft eine zweite, gezielte Aktion: ein vorbereiteter Brief an die beiden gesundheitspolitischen Sprecher von CDU/CSU Simone Borchardt und SPD Christos Pantazis. Hier geht es um direkte politische Ansprache. Sie brauchen die direkte Resonanz der Menschen, über die sie entscheiden.
Ablauf:
Ein fertiger Brief inkl. Mailadressen kann einfach kopiert und direkt an die beiden gesundheitspolitischen Sprecher per E-Mail verschickt werden. Ziel ist es, eine spürbare Anzahl an Zuschriften zu erzeugen und die politische Wahrnehmung zu verändern. Zeitaufwand: Zwei Minuten.
Link zur Aktion:
https://heilpraktiker-newsblog.de/2026/04/13/gkv-aus-der-homoeopathie-jetzt-koennen-sie-widersprechen-mit-einem-fertigen-brief-an-zwei-gesundheitspolitiker/

Fazit:
Beide Aktionen ergänzen sich: Der offene Brief schafft Öffentlichkeit und Sichtbarkeit. Die Briefaktion erzeugt direkten politischen Druck.

Jetzt ist der Moment, in dem Heilpraktiker selbst sichtbar werden sollten. Jede Unterschrift und jeder versendete Brief ist ein konkretes Signal an die Politik, dass diese Entscheidung nicht folgenlos bleibt. Wer jetzt nicht handelt, überlässt anderen die Deutung über die eigene Arbeit und Zukunft der Komplementärmedizin.

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In diesem Sinne: liebe Kolleginnen und Kollegen, macht zeitnah mit (der Gesetzentwurf kommt bereits am 29.4. ins Kabinett!) und teilt die Briefaktion auch innerhalb der Kollegenschaft und mit Patienten.

Beste Grüße und herzlichen Dank für euer Engagement

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Ursula Hilpert-Mühlig

Präsidentin des Fachverband Deutscher Heilpraktiker e.V.(FDH)
2.Vorsitzende des Dachverband Deutscher Heilpraktikerverbände e.V.(DDH)