Pilze-ein gesunder Genuss

Datum der Veröffentlichung: 8 Sep 2019

 Pilze sind kalorienarm und gesund

Im Herbst ist Pilzsaison. Doch selber sammeln sollte sie nur, wer sich damit bestens auskennt. Aber auch Pilze, die aus einer Kulturzucht stammen, schmecken lecker und stecken voller Eiweiß, Vitaminen und Mineralien. Einige sind sogar so reich an gesundheitsfördernden Stoffen, dass sie den Vergleich mit Heilkräutern nicht zu scheuen brauchen.

In Pilzen stecken Eiweiß und Vitamine

Pilze gehören zu einer vielseitigen und gesunden Ernährung: Sie sind kalorienarm und liefern gleichzeitig hochwertige Eiweiße für den Muskelaufbau und wertvolle Ballaststoffe, die die Verdauung fördern. Außerdem stecken in ihnen lebenswichtige Vitamine und Mineralstoffe, vor allem B-Vitamine, die wichtig für Nerven und Muskeln sind, und Vitamin D, das der Körper für die Knochenbildung braucht. Einige Pilze enthalten sogar Vitamin B 12, das sich sonst nur in tierischen Produkten findet und für den Aufbau roter Blutkörperchen sorgt.

Viele Pilze haben darüber hinaus zusätzliche gesundheitsfördernde Effekte – ähnlich wie Heilkräuter oder Kräutertees. Führend bei der Erforschung der „Heilpilze“ ist der Bonner Professor Jan Ivan Lelley. Zu zahlreichen Pilzen hat er Studien und Forschungen zusammengetragen, die eine bestimmte Wirkung beweisen oder zumindest nahe legen. Manche dieser Pilze sind normalerweise ungenießbar und müssen zuerst zu Pulvern oder Extrakten verarbeitet werden. Andere wiederum finden sich regelmäßig auf den Speisekarten. Dazu zählen vor allem:

Austernpilze senken Cholesterinwerte
Der so genannte Seitling, der auf Baumstümpfen und Holzabfällen wächst, lässt sich gut züchten. Er hat er eine deutlich cholesterinsenkende Wirkung.

Champignons wirken blutdrucksenkend
In diesem besonders beliebten und preiswerten Speisepilz steckt Tyrosinase, für die in zahlreichen Studien eine blutdrucksenkende Wirkung nachgewiesen wurde.

Shiitake schützt auch vor Grippeviren
Den aus China und Japan stammenden Shiitake findet man heute auch in unseren Supermärkten. Er verfügt über einen charakteristischen Geschmack und hat im fernen Osten eine lange Tradition als Heilmittel. So verwenden Japaner diesen Pilz seit Jahrhunderten zur Normalisierung des Blutdrucks sowie gegen Magengeschwüre und Gicht. Und aktuelle wissenschaftliche Studien haben ergeben: Shiitake schützt vor Grippeviren, senkt die Cholesterinwerte und kurbelt die Insulin-Produktion an.

 

Auch wenn die wissenschaftliche Erforschung der Speisepilze noch nicht abgeschlossen ist, lässt sich sagen: Wer öfter Pilze isst, tut etwas für seine Gesundheit. Und wenn die Pilze – wie Austernpilze, Champignons und Shiitake fast immer  – aus einer Kulturzucht stammen, besteht auch kaum ein Risiko, mit ihnen giftige Schwermetalle zu sich zu nehmen. Wildwachsende Pilze dagegen können Quecksilber oder Cadmium enthalten. Deswegen rät die Deutsche Gesellschaft für Ernährung, pro Woche nicht mehr als 250 Gramm Wildpilze zu essen.