Testpflicht Praxis

Gestern wurde das neue Infektionsschutzgesetz in Kraft gesetzt, das im Gesundheitswesen unvermittelt hohe Wellen schlägt.
§ 28b Abs. 2 IfSG, der die 3G-Regelung für Arbeitgeber und Beschäftigte einführt,  bezieht auch alle Gesundheitseinrichtungen mit ein.
Demnach sollen hier nur noch geteste Personen solche Einrichtungen betreten dürfen; davon sind auch alle medizinischen Praxen betroffen.
Das bedeutet Geimpfte und Genesene müssen zusätzlich getestet werden, täglich! (Patienten sind von 3G ausgenommen).
In einigen Bundesländern gab es bereits heftigen Widerstand aus der Vertrags-Ärzteschaft. Einige wenige Gesundheitsministerien wollen auch den Vollzug des neuen IfSG aussetzen.

Länder können die Umsetzung bei wichtigen rechtlichen Gründen bis zu deren Klärung aussetzen, aber sie können ein Bundesgesetz nicht außer Kraft setzen. Bitte das beachten.

Das bedeutet, bis zu einer evtl. Korrektur durch das Bundesministerium, sollte sich jeder Betroffene an die Vorgaben halten.
Das betrifft insbesondere die Testpflicht! Testen Sie sich und Ihre Beschäftigten, das genügt bei jedem in Eigenanwendung mittels eines Antigen-Schnelltests. Und dokumentieren Sie das!
Denn sollte es in Ihrer Praxis nachweislich zu einer Coronainfektion kommen, wird das u.U. richtig teuer.

Es ist abzusehen, dass dieser umstrittene § 28b IfSG abgeändert werden wird
Heute (25.11.2021) hat die Gesundheitministerkonferenz der Länder sich auf einer eilig einberufenen Sondersitzung darauf verständigt, Änderungen im Infektionsschutz zu fordern.
Den Wortlaut entnehmen Sie bitte aus dem Artikel : Aktuelles zu § 28 IfSG